Morgenstern-Stiftung / Galerie der Künstler
Sven Fauth - Fraktale Kunst
DER PROZEß DES ENTDECKENSDer Künstler nutzt zum Erstellen – oder vielmehr Entdecken – dieser Strukturen diverse Programme, dabei kommen auch Programme zum Einsatz, die Unterfamilien der Fraktale berechnen, wie zum Beispiel die sogenannten „fractal flames“.
Anzumerken sei hierbei, dass aufgrund der Experimentierfreude des Künstlers die reine Mandelbrotmenge schon seit geraumer Zeit keine Verwendung zur Erstellung seiner Fraktale findet. Vielmehr versucht Sven Fauth mittels Variationen komplexerer Formeln und im Anschluß daran, durch die Verwendung weiterer Filter, Strukturen zu entdecken, die auch im Auge des Betrachters Assoziationen wecken, die zum Nachdenken anregen.
Die Nachbearbeitung dieser ersten Ergebnisse und insbesondere die Anpassung des Farbraums nehmen mitunter ein Vielfaches der Computerrechenzeit in Anspruch.
Sven Fauth vergleicht den Prozeß des Erstellens seiner Fraktale („Fraktalieren“) daher oft mit der Photographie. Auch hier sucht man ein geeignetes Motiv, wählt eine Umgebung aus, hat schon eine gewisse Vorstellung vom Arrangement, macht ein paar Photos, wählt die besten aus und verbringt dann seine Zeit – je nach Technik – in der Dunkelkammer oder vor dem Computer.
Fraktale verbinden Kunst, Mathematik und Natur auf eine ästhetische Weise und regen zum Nachdenken über die Wunder der Natur an.
„CHAOS IST DIE FOLGE VON ANTWORTEN AUF DIE FRAGE NACH DER URSACHE VON ORDNUNG“
Dieser Ende 1994 vom Künstler in Ermangelung eines geeigneten Lebensmottos für das damalige Abibuch generierte Satz entstammte aus einer Zeit, in der sich Künstler eingehend mit Chaostheorie und Fraktalen beschäftigte. Geboren wurde der Künstler im Jahre 1976 in Bietigheim-Bissingen, einer etwas größeren Kleinstadt mit viel mittelalterlichem Fachwerk unweit von Stuttgart. Nach dem Abitur studierte der Künstler Volkswirtschaftslehre in Konstanz, wo er die Implementierung komplexer dynamischer Systeme in die Erklär- ungsmodelle wirtschaftlichen Handelns und kulturelle Vielfalt immer stärker vermisste, was zu einem Wechsel des Studiengangs- und ortes führte. Landschaftsplanung war zwar ein interdisziplinärer Studiengang und Berlin ein kulturell interessanter Ort, aber nur Berlin wurde eine Konstante seines Lebens. Aktuell beschäftigt sich der Künstler beruflich mit Content Management Systemen und hobbymäßig mit der Photographie und Joggen.
Sehen Sie weitere Werke des Künstlers auf:
www.svenfauth.de
www.fractal-art.eu