Morgenstern-Stiftung / Galerie der Künstler
Alfred Bradler - Skulpteur, Maler und Fotograf,
Seine lebensbejahende Energie scheint unbegrenzt. Und wenn wir die Arbeit eines Künstlers so definieren, dass er etwas sichtbar macht, dann ist das Werk des Alfred Bradler nicht zu übersehen.
Zum Beispiel Thema SAPRI – die
Skulptur. Die grö&szte ist neun Meter hoch und steht in München Freising, die kleinste ist 3,5 Millimeter und verziert so manches Ohrläppchen. SAPRI sind, wie ihr Erschaffer, an Charme, Humor und Lebenslust kaum zu überbieten. SAPRI tummeln sich schon seit Jahren auf den Leinwänden von Alfred Bradler. Sie waren schon immer frech, frivol und ständig in Bewegung. Aber sie haben sich verändert, sind aus der Leinwand herausgetreten und zu Skulpturen geworden. Wie die eigens für den Berliner Kunstsalon 2009 geschaffene, drei Meter hohe, leuchtend rote SAPRISkulptur „Berlin“.
Der Maler und Skulpteur aus Ulm
vibriert vor Tatendrang. „ Ich kann
nicht anders. Mich bewegt einfach
viel.“
Die pure Hingabe an das Leben zeigt sich auch in Alfred Bradlers Kunstaktionen.
Bei seinem Landart-Projekt „Steine/verBindungen“ macht der Künstler Alfred Bradler mit einem roten Kunstfaserband Natur sichtbar.
Er arbeitet damit in den Bergen
Mallorcas, in den Dolomiten, in der
Schweiz im Oberengadin und auf
Zypern. Immer den sensiblen Umgang mit der Natur berücksichtigend, lässt er erkennen, wie Schöpfung lebt.
Die während dieser Aktionen zur
Dokumentation entstandenen Fotos haben sich längst als Kunstwerke verselbstständigt. Es entstand die Fotoserie „verBindungen“. Auf dieser Basis entwickelten sich Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen.
Um Natur geht es auch bei seinen „Landschaften“, wobei er Eindrücke, die Natur auf ihn gemacht hat, wiedergibt. Alfred Bradler bildet die Landschaften nicht ab, er charakterisiert sie.
Die Summe seiner Empfindungen, seiner Erlebnisse und seiner Eindrücke verwandelt er aus der Erinnerung heraus zu lebendigen Bildern.
„Bei einer Ausstellung im Oberengadin haben Bergführer mir auf den Kopf zu gesagt, welche Situationen ich mit meinen Bildern eingefangen habe. Sie haben das Wesen der Berge, das ich gespürt habe, wiedererkannt.“
Eine weitere Facette seines Schaffens ist die Serie „be alive“. Diese Bilder faszinieren durch ihre Symbiose von Kunst und Medizin.
„Ich war bei mehreren Operationen dabei und habe mich mit der Atmosphäre, den Hoffnungen und Enttäuschungen aller Betroffenen auseinandergesetzt“. Chirurgie, primär minimalinvasive Chirurgie als Therapie.
In bewegenden Bildern macht Alfred Bradler das fein strukturierte Geflecht der Beziehungen zwischen Patient und Arzt sichtbar.
Ein reiches Werk, dessen Anerkennung durch die Aufnahme in
private und öffentliche Sammlungen und mit zahlreichen Ausstellungen in Museen und Galerien im In- und Ausland bestätigt wird.