Morgenstern-Stiftung für Künstler in Not
Liebe Leserinnen und Leser,
Sie sehen hier die Internetpräsenz der "Morgenstern-Stiftung für Künstler in Not"! Bis dieser Auftritt entstand, ist ein weiter Weg vergangen. Ein ziemlich erfolgreicher sogar. Diese Webseite gibt es, weil es die gemeinnützige "Morgenstern-Stiftung für Künstler in Not" gibt! Und warum gibt es diese Stiftung? Weil in Deutschland (und nicht nur hier), Kunst und Kultur neuerdings als Luxus gilt, als überflüssig, als Steinbruch für fantasielose Streichungsorgien der Politik. Mit verheerenden Folgen für Künstler und Gesellschaft. So wird z.B. in Hamburg das Museum Altona – ein altes und "volksnahes" Museum – geschlossen. Dafür ist die Elbphilharmonie von einem "niedlichen" 77 Millionen Euro-Projekt zu einem Geldschlucker von derzeit 500 Millionen Euro geworden (davon ca. 323 Mio. Euro Steuergelder). Macht ja nichts. Man muß eben Prioritäten setzen. Auch in Berlin hat der Senat ein sensationelles Einsparpotential entdeckt: Die Berliner Museen bieten donnerstags in den letzten vier Stunden freien Eintritt für alle – für viele Menschen die einzige Chance, ins Museum zu gehen. Das ist bald vorbei. Wer braucht denn schon alte oder neue Kunst? Die neuen Prestigeprojekte BBI-Flughafen oder auch die geplante Verlängerung der Stadtautobahn A 100 kosten eben Geld. Und da wird jeder Euro gebraucht. Klar, oder? Der Staat stiehlt sich still und leise aus seiner Verantwortung – die "Solidargemeinschaft" gibt es kaum noch, wenn überhaupt. Stattdessen hofiert der Staat Wirtschaftswissenschaften, Bioenergie und Gentechnik. Das ist sicherlich ganz nett. Nur: Ist das alles? Die Künstlerinnen und Künstler sind nur eine kleine Gruppe in der Gesellschaft – allerdings von enormer Bedeutung für jedes Volk und seine Kultur. Denn Kultur ist identitätsstiftend. Durch die Schließung vieler Kulturinstitutionen werden den Künstlern die Formen genommen, mit denen sie sich ausdrücken und im Idealfalle der Gesellschaft etwas (zurück)geben: Ob es schön ist oder anstößig, konservativ oder progressiv – es ist für jeden etwas dabei! Aber nun fehlen immer mehr dieser Formen. Die Folge ist Verflachung im Denken und Fühlen, sogar der Verlust nachweisbarer Potentiale wie der Merkfähigkeit, die eng gekoppelt ist an Fantasie und Kreativität. Und die materielle Not der Kunstschaffenden wird sehr schnell sehr groß. Kann es sich ein Volk wirklich leisten, seine kreative Seele zu vernachlässigen, so daß nur noch kalter Verstand und krumme Rücken übrigbleiben? Wir meinen: Nein! Genau deswegen gibt die "Morgenstern-Stiftung für Künstler in Not". Wir versuchen, Schritt für Schritt auf mehreren Ebenen zu helfen, und zwar beginnend mit den bildenden Künstlern: Finanzielle Hilfe für Heilprozesse, sofern die Krankenkassen nicht zahlen, organisatorische Hilfe, Vernetzung von Künstlern und Institutionen über das Serviceportal www.morgen-stern.com – und: Wir geben den in Not geratenen Künstlern das unbezahlbare Gefühl, nicht alleine zu sein. Begleiten Sie uns! Herzliche Grüße –

Andreas Bromba